Ernährung

In einem individuell auf dich und deine Bedürfnisse abgestimmten Programm erläutern dir unsere Coaches, wie du dich gesund und verantwortungsbewusst ernähren kannst und damit verschiedenen Krankheiten effektiv vorbeugst.

Schon gewusst? Wir produzieren unsere eigenen gesunden Nahrungsmittel, zum Beispiel Mozzarella-Käse, Joghurt, Quark, Sahne und Butter aus der Milch unserer eigenen Kühe, verschiedene Sorten Brot, und wir ziehen zahlreiche Gemüsesorten in unserem Gewächshaus und verwenden diese dann in der Lodgeküche für unsere Gäste.

Unser Coach Hajo stellt gerne mit dir dein ganz persönliches Programm zusammen.


Kleiner Exkurs: Fette

Zu empfehlen sind Fette aus Kokos nativ gepresst (!), Olivenöl, Weidebutter (Kerry Gold™), Ghee (Butterschmalz von Weiderindern), mit Einschränkungen auch noch Rapsöl. Weglassen sollte man alle Pflanzenfette aus Sonnenblumen, Disteln, Maiskeimen, Erdnüssen, Soja usw., praktisch alle Pflanzenöle außer Olivenöl und Rapsöl. Sie enthalten ω-6-Fettsäuren, die im Körper Entzündungen hervorrufen und erhalten. Das heißt nicht, dass man diese Fettsäuren überhaupt nicht zu sich nehmen darf, aber das Verhältnis von ω-6 zu ω-3 sollte nicht größer als 6:1 sein; es beträgt bei der heute üblichen Ernährung bestenfalls 20:1.
Gesundheitlich sehr vorteilhaft ist natives Kokosöl. Dieses besteht im Wesentlichen aus gesättigten Fettsäuren und hat einen großen Anteil von sog. MCT-Fetten = Medium Chain Triglycerides. Es handelt sich um kürzere Fettsäuren mit nur 8-14 Kohlenstoffatomen in der Kette statt üblicherweise 16-22. Diese werden vom Körper direkt verarbeitet und nicht „ins Depot“ geschickt. Die Darmbakterien lieben diese Sorten. MCT-Öl ist eine Fraktion mit 8-10er-Ketten.


Kleiner Exkurs: Zucker

Zucker ist ein Kohlehydrat; der Name stammt aus alten Zeiten, als man nur wusste, dass die meisten Zucker aus 6 Kohlenstoffatomen und formal 6 Molekülen Wasser bestehen. Es gibt unzählige Zuckerarten, die sich zu komplexen Ketten verbinden können und überall in der Natur eine große Rolle spielen. Wir haben bekanntermaßen sogar extra Rezeptoren auf der Zunge, die den Geschmack “süß“ signalisieren. Das mögen Menschen und auch viele Tiere. Zucker macht süchtig wie Heroin; auch zeigen sich bei Absetzen von Zucker starke Entzugserscheinungen. Die gängigsten Zucker sind Glucose und Fruktose. Diese bilden verknüpft die Saccharose, unseren Haushaltszucker oder Zucker schlechthin. Andere Doppelzucker oder Disaccharide sind Lactose (Glucose + Galactose), auch Milchzucker genannt, Maltose (Glucose + Glucose), z.B. im Bier. Stärke ist ein Polysaccharid, sie besteht aus sehr vielen, verknüpften Glucose-Molekülen, die Verknüpfung kann zusätzlich noch in verschiedenen Varianten erfolgen. Alle die genannten Kohlehydrate können im Körper chemisch (Magensäure) oder enzymatisch aufgespalten und verwertet werden. Auch Zellulose besteht aus Zuckermolekülen, sie kann aber nicht wie die bisher genannten aufgespalten und verwertet werden (das können aber Rinder u.a.).

Der menschliche Körper braucht für seine Funktion keine zugeführten Kohlehydrate. Ein konstanter Blutzuckerspiegel ist zwar für die Funktion absolut notwendig, doch kann der Körper die notwendige Glucose selbst in der Leber generieren. Dies unterliegt einem komplexen Regelprozess, in dem Insulin, Glucagon und andere Hormone und Enzyme eine wichtige Rolle spielen. Zugeführte Kohlehydrate stören diesen eingeregelten Zustand und erfordern eine Reaktion des Körpers, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Es wird Insulin ausgeschüttet, um den Zucker den Zellen zuzuführen; Überschüsse werden in der Leber direkt zu Fett verarbeitet und ins Depot geschickt, für schlechte Zeiten. Da diese aber bei uns praktisch nicht auftreten, bleibt das Fett im Depot, welches im Lauf der Zeit immer weiter anwächst. Denn solange Kohlehydrate zugeführt werden, besteht kein Grund, die Reserven anzugreifen. Erst wenn unser Zuckerspeicher in der Leber (Glycogen) verbraucht ist und keine Kohlehydrate zugeführt werden, beginnt die Fettverbrennung. Wenn genügend Eiweiß zur Verfügung steht, kommt es außerdem zur Gluconeogenese, d.h. es wird Glucose erzeugt, damit auch ohne Nahrung der Blutzuckerspiegel stimmt (zur Not wird eigene Muskelmasse angegriffen).

Maximal 1 bis 1,5g Kohlehydrate pro kg Körpergewicht wären zuträglich, die müssten aber auf den Tag gut verteilt aufgenommen werden. Heutzutage sind aber 300-400g keine Seltenheit; Limonaden wie Cola u.ä. enthalten durchweg 100-110g /Liter, Brot, Marmelade, Kuchen, Pommes Frites und Kartoffeln in jeder Form, Pizza und Pasta, Eiscreme und auch Früchte geben dem Körper den Rest. Er „wächst“, und Irgendwann kann er die Flut nicht mehr verarbeiten. Die Zellen verweigern die Aufnahme, es wird immer Insulin benötigt, bis die Bauchspeicheldrüse erschöpft ist. Diabetes Typ 2 ist die Rache für die Zuckersucht, in der Folge Herz-/Kreislauferkrankung, Schlaganfall, Krebs und viele andere Erkrankungen.

Es lohnt sich, die Kohlehydrataufnahme einzuschränken. Die erlaubte Menge sollte dann aus Früchten und gesundem Gemüse bestehen, aber eben in Maßen. Auch Eiweiß darf nicht stattdessen konsumiert werden; es gilt dieselbe Einschränkung wie bei Kohlehydraten: 1-1,5 g/kg Körpergewicht, sonst macht die Gluconeogenese alles kaputt.